Warum eigentlich gibt es Holzschutz mit Metallglanz?

18.06.2018

Stuttgart. Holzverkleidete Fassaden und Holzhäuser vergrauen im Lauf der Zeit: Witterungseinflüsse wie UV-Licht oder Feuchtigkeit verändern die Struktur des Holzes. Es wird gräulich und erhält einen silbrig glänzenden Schimmer. „Doch dieser Vergrauungseffekt ist nicht gleichmäßig – er hängt davon ab, wie stark das Holz der Witterung ausgesetzt ist“, erklärt Heike Jänchen, Anwendungstechnikerin bei AkzoNobel. Ein metallischer Schimmer schafft hier Abhilfe.

Lasur enthält speziell bearbeitete Alu-Plättchen

Der weltweit größte Farben- und Lackhersteller, der auch Standorte in Stuttgart und Reutlingen hat, ist Spezialist für Holzschutz- und -pflegemittel (Sikkens WC Cetol, Xyladecor). Eine regelmäßig aufgetragene Holzschutzlasur kann zum einen verhindern, dass das Holz zu stark verwittert. Zum anderen kann sie aber auch zur Gestaltung eingesetzt werden.

Glänzende Metallpigmente in der Lasur erzeugen einen metallischen Schimmer, ähnlich der natürlichen Vergrauung. „Der Lasur mit Metallic-Effekt werden speziell bearbeitete Alu-Plättchen zugesetzt“, erläutert die Expertin. „Sie korrodieren in der wässrigen Lösung nicht und sorgen für einen natürlich anmutenden Vergrauungseffekt.“

So kann man zum Beispiel auch an geschützten Stellen wie unter Dachvorsprüngen eine wetterbedingte Patina simulieren – und erhält so eine Fassade mit gleichmäßiger Optik.

Autor: Andrea Veyhle