Chemiefirmen in Baden-Württemberg öffnen ihre Tore für Schülerinnen

26.02.2019

Grenzach. Wie sieht der Alltag in der Industrie aus? Das können Schülerinnen ab der fünften Klasse am 28. März beim Girls’ Day herausfinden und gleich ihr Geschick in Werkstätten und Laboren ausprobieren.

Baden-Württemberg bietet fünf Plätze pro 100 Schülerinnen an, etwas mehr, als der Bundesdurchschnitt (4,8 Plätze). In Deutschland gibt es insgesamt 100.000 Plätze.

Mädchen sollen herausfinden, ob ihnen Technik Spaß macht

Der Bayer-Standort GP Grenzach stellt in Grenzach-Wyhlen zum Beispiel Berufe wie Chemielaborantin, Pharmakantin, Mechatronikerin, Fachinformatikerin sowie duale Studiengänge vor. Man erfährt, wie Bepanthen-Salbe entsteht und darf selbst ran: „Im Ausbildungslabor mischen wir ein Naturparfüm und kreieren einen Lippenstift, in der Werkstatt fräsen und löten wir kleine Andenken“, verrät Ausbildungsleiterin Claudia Radfelder. Dabei sollen die Mädchen herausfinden, ob ihnen ein technischer Beruf Spaß macht. Radfelder: „Wir haben Azubis über den Girls’ Day gefunden, die bis heute bei uns arbeiten.“ Auch DSM Nutritional Products öffnet in Grenzach sein Labor und erklärt die Verarbeitung von Vitaminen.

Einblick in verschiedene Berufe

In Mannheim bietet Roche Diagnostics 20 Plätze an. Der Fokus liegt auf der Mechanik, es geht um Berufe wie Industriemechanikerin und Mechatronikerin. Sandra Kippenhan, Leiterin des Ausbildungsmarketings: „Wir gestalten einen Bilderrahmen, einen Würfel und ein Namensschild. Damit zeigen wir, wie man Kunststoffe verarbeitet und Metalle fräst.“ Die Aufgaben einer Verfahrensmechanikerin für Kunststoff- und Kauschuktechnik erlebt man bei Parker Hannifin in Bietigheim-Bissingen. Und um die Arbeit einer Chemikantin geht es bei Rhodia Acetow in Freiburg.

Einblick in den Beruf der Lack- und Chemielaborantin sowie der Produktionsfachkraft Chemie bietet der Bauchemie-Hersteller Sika in Stuttgart. Das Zahntechnik-Unternehmen Dentsply Sirona informiert in Konstanz über technische Ausbildungsberufe.

DasKITin Karlsruhe untersucht Schmuck und Gold, das Fraunhofer-Institut lockt im gleichen Ort mit der Fertigung eines Namensschilds. Schlüsselanhänger und Stiftehalter stellen die Mädchen bei Frank Plastic in Waldachtal her. Die Hochschule Heilbronn wirbt mit Schmuck aus dem 3-D-Drucker. Und in Esslingen öffnet der Bauchemie-Hersteller Kiesel seine Tore.

Zu der Anmeldung geht’s hier: girls-day.de

Autor: Andrea Veyhle