Beschreibung
Mitarbeitende im Personalwesen sehen sich in der Vorbereitung und Umsetzung einer Kündigung mit zahlreichen Anforderungen konfrontiert, deren Umsetzung die Aussichten in einem Kündigungsschutzprozess vor den Arbeitsgerichten maßgeblich bestimmen/beeinflussen. Zudem sind sie in der Regel auch das Bindeglied zu den betroffenen Fachabteilungen sowie der Geschäftsführung und damit auch diejenigen, die rechtliche Risiken und Hindernisse benennen müssen, damit dann im Ergebnis im Interesse der beteiligten Unternehmensvertreter gute Lösungen gefunden werden können. Dabei müssen „gute Lösungen“ nicht immer „rechtssicheren“ Lösungen entsprechen.
In diesem Seminar soll, aufbauend auf der rechtlichen Struktur einer sozial gerechtfertigten Kündigung, aus der Perspektive des Richters die Herangehensweise im Prozess dargestellt werden. Ziel ist es, den Teilnehmenden den Zusammenhang der arbeitsrechtlichen Bewertung in Theorie (Vorbereitung einer Kündigung) und Praxis (Kündigungsschutzprozess) deutlich zu machen, damit diese dann in der Vorbereitung Risiken erkennen, gegenüber Ihren Ansprechpartnern im Unternehmen benennen und so gute Entscheidungen getroffen werden können.
Zielgruppe
Mitarbeitende im Personalwesen, Grundkenntnisse sind von Vorteil, aber nicht erforderlich, da das Zusammenspiel von den scheinbar theoretischen Anforderungen und deren Relevanz für einen Kündigungsschutzprozess im Vordergrund stehen.
Themen
- Überblick/Struktur Anforderungen an die ordentliche arbeitgeberseitige Kündigung
- Soziale Rechtfertigung, § 1 KSchG
- Betriebsratsanhörung
- Formalien (insb. Form, Zustellung)
- Der Kündigungsschutzprozess
- Herangehensweise des Richters
- Darlegungs- und Beweislast
- Ansätze für eine vergleichsweise Beendigung



