Mit neuen Geräten elektrochemische Zusammenhänge besser verstehen

27.01.2017

Ulm, 27. Januar 2016. Experimente im naturwissenschaftlichen Unterricht beeinflussen den Lernerfolg der Schüler. Sie können das Gelernte besser erinnern und länger nutzen. Am Albert-Einstein-Gymnasium in Ulm haben die Schüler in Zukunft mehr Möglichkeiten eigenständige Versuche im Unterricht durchführen: die Schule erhält vom Fonds der Chemischen Industrie (FCI) 2.500 Euro. Finanziert werden damit neue Elektrochemie-Arbeitsstationen. Chemielehrer Ulrich Schmid und Schulleiter Bernhard Meyer nahmen bei der symbolischen Übergabe der Summe den „Chemie-Förderkolben“ entgegen. Das chemietypische Gefäß übergab Tobias Pacher, der bei den Chemie-Verbänden Baden-Württemberg den Dialog Schule-Chemie leitet. 

Für Tobias Pacher ist praktisches Arbeiten im Chemie-Unterricht besonders wichtig: „Wer selbst Versuche macht, versteht einfach besser und lernt motivierter. Und für die Branche ist es wichtig, engagierte Nachwuchskräfte zu finden“. Für die Chemie-Verbände ist eine gute Grundausstattung für den naturwissenschaftlichen Unterricht an den Schulen eine notwendige Grundvoraussetzung dafür. Am Albert-Einstein-Gymnasium sei die Förderung genau an der richtigen Stelle, so Pacher. Die zahlreichen Teilnahmen am Jugend forscht-Wettbewerb und das Angebot an technischen und naturwissenschaftlichen Arbeitsgemeinschaften an der Schule zeigten, dass dort hervorragende Arbeit geleistet werde.

Der FCI hat das Albert-Einstein-Gymnasium auch in den vergangenen Jahren unterstützt. Insgesamt konnten dort bis jetzt 5.000 Euro in den naturwissenschaftlichen Unterricht investiert werden. Bis zu 2.500 Euro alle zwei Jahre können allgemeinbildende Schulen mit dem Fach Chemie erhalten. Der Fonds übernimmt im Rahmen der gewährten Förderung Kosten für Geräte zum experimentellen Arbeiten, für Chemikalien, für Fachliteratur, Software oder Molekülbaumodelle. 

Neben dem Angebot des FCI aus dem Programm „Schulpartnerschaft Chemie“ fördern die Chemie-Verbände Baden-Württemberg mit dem Dialog Schule - Chemie die Zusammenarbeit von Chemie-Unternehmen und Schulen. Dabei stehen der naturwissenschaftliche Unterricht und die Weiterbildung im Mittelpunkt. Außerdem organisieren die Verbände zahlreiche Veranstaltungen für Pädagogen, beispielsweise zu Sicherheitsvorschriften im naturwissenschaftlichen Unterricht.

Zum Fonds der Chemischen Industrie

Als Förderwerk des VCI unterstützt der Fonds der Chemischen Industrie seit 1950 die Grundlagenforschung, Nachwuchswissenschaftler sowie den Chemieunterricht an Schulen. So vergibt der Fonds über die Stiftung Stipendien-Fonds zahlreiche Stipendien und fördert gezielt die akademische Chemieforschung in Deutschland. Durch das Programm „Schulpartnerschaft Chemie“ werden seit 2013 rund 7,5 Millionen Euro für den Chemieunterricht an allgemein bildenden Schulen zur Verfügung gestellt. 

In dieses Programm sind seit 2001 insgesamt mehr als 23 Millionen Euro zur Förderung des Unterrichts geflossen. Davon wurden rund 10,7 Millionen Euro an über 3.400 Schulen in Deutschland für Geräte und Chemikalien eingesetzt. Der Fonds investierte in Unterrichtsmaterialien, wie zum Beispiel Experimentiersets und Infoserien. 

Mittel aus diesem Fördertopf können Lehrer für die Anschaffung von Geräten oder Materialien für Schülerversuche beantragen. Außerdem vergibt der Fonds Preise und Auszeichnungen an Wissenschaftler, Lehrer, Lehrbuchautoren sowie Schüler und führt verschiedene wissenschaftliche Veranstaltungen durch.