Mehr Biotech in der Schule: Chemie-Fonds fördert NaT-Working-Projekt mit 10.645 Euro

27.09.2017

Freiburg, 27. September. Modernste Laborgeräte und der Zugang zu aktuellen Fragestellungen in der Molekularbiologie: Das bietet das NaT-Working-Projekt, eine Kooperation zwischen dem Institut für Biochemie und Molekularbiologie der Universität Freiburg und der Schulabteilung des Regierungspräsidiums Freiburg. Schüler, die an dem Programm teilnehmen, können an acht Stützpunktschulen in Südbaden ihr naturwissenschaftliches Fachwissen und ihre praktischen Fertigkeiten in den speziell ausgestatteten Laboren erweitern. Um das Projekt weiter auszubauen, unterstützt der Fonds der Chemischen Industrie (FCI) NaT-Working mit 10.645 Euro. Den symbolischen Scheck übergab Dr. Raphael Vogler, Gründer und Geschäftsführer von ChemCon in Freiburg stellvertretend für das Projekt an Ingo Kilian und Oliver Münster, Vorsitzende des NaT Working-Projektes sowie Dr. Jan Brix, Uni Freiburg.

„Die chemische Industrie möchte mit solchen Förderprojekten das Interesse an Naturwissenschaften wecken und wachhalten. Wer selbst schon früh im Labor gestanden hat und mit Experimenten gelernt hat, wird vielleicht eine Leidenschaft dafür entdecken und das zum Beruf machen wollen. Als Chemiker und Unternehmer weiß ich, wovon ich hier spreche“, erklärte Raphael Vogler bei der Übergabe. Die Fördergelder werden für Verbrauchsmaterialien ausgeben, die für die Fortführung der Projektarbeit benötigt werden. Das sind unter anderem Handschuhe, Enzyme, Plasmide oder auch Gele, mit denen die Ergebnisse der Versuche dargestellt werden können. Der FCI hat das Projekt auch in den vergangenen Jahren unterstützt. Insgesamt wurden dort bis jetzt über 34.000 Euro investiert. 
 

Vernetzung zwischen Schulen, Universität und Praxis

„NaT-Working Biologie“ ist ein Netzwerk zwischen Universität, Regierungspräsidium, Industrie und Lehrern. Das Programm soll die Kommunikation zwischen Schule, Industrie und Universität auch über die Ländergrenzen hinaus verbessern. Wissenschaftler des Instituts für Biochemie und Molekularbiologie der Universität Freiburg unterstützen beispielsweise die Lehrer bei der Auswahl der Experimente. Insgesamt besuchen mittlerweile jedes Jahr über 1.200 Schülerinnen und Schüler gemeinsam mit über 60 Lehrpersonen die Schullabore. Seit 2001 konnten über 12.000 Schülerinnen und Schüler und über 700 Lehrkräfte durch das NaT?Working Projekt Molekularbiologie betreut werden.
Zum Fonds der Chemischen Industrie

Als Förderwerk des VCI unterstützt der Fonds der Chemischen Industrie seit 1950 die Grundlagenforschung, Nachwuchswissenschaftler sowie den Chemieunterricht an Schulen. So vergibt der Fonds über die Stiftung Stipendien-Fonds zahlreiche Stipendien und fördert gezielt die akademische Chemieforschung in Deutschland. Durch das Programm „Schulpartnerschaft Chemie“ werden seit 2013 rund 7,5 Millionen Euro für den Chemieunterricht an allgemeinbildenden Schulen zur Verfügung gestellt.

In dieses Programm sind seit 2001 insgesamt mehr als 23 Millionen Euro zur Förderung des Unterrichts geflossen. Davon wurden rund 10,7 Millionen Euro an über 3.400 Schulen in Deutschland für Geräte und Chemikalien eingesetzt. Der Fonds investierte in Unterrichtsmaterialien, wie zum Beispiel Experimentiersets und Infoserien. 

Mittel aus diesem Fördertopf können Lehrer für die Anschaffung von Geräten oder Materialien für Schülerversuche beantragen. Außerdem vergibt der Fonds Preise und Auszeichnungen an Wissenschaftler, Lehrer, Lehrbuchautoren sowie Schüler und führt verschiedene wissenschaftliche Veranstaltungen durch.