Konjunktur chemische und pharmazeutische Industrie Baden-Württemberg: Halbjahresbilanz 2017 überwiegend positiv / Aufholprozess wird noch bis 2018 andauern

25.08.2017

Baden-Baden, 25. August 2017. Die Umsätze in der chemischen und pharmazeutischen Industrie in Baden-Württemberg sind in den ersten sechs Monaten des Jahres 2017 um 4 Prozent auf 10,6 Milliarden Euro gestiegen. Das Auslandsgeschäft wuchs in diesem Zeitraum deutlich stärker (5,1 Prozent) als der Inlandsumsatz der Branche (2,2 Prozent). Das teilten die Chemie-Verbände Baden-Württemberg am Freitag in Baden-Baden mit. Damit hat die Konjunktur in der Chemie erstmals seit zwei Jahren wieder stärker als in der Gesamtindustrie im Land angezogen.
 

Teilbranchen innerhalb der chemischen Industrie

Die Umsätze der Farben-, Lack- und Druckfarbenhersteller stiegen insgesamt auf 1,4 Milliarden Euro. Der Auslandsumsatz legte stark um 7,3 Prozent, das Binnengeschäft hingegen nur um 2,5 Prozent zu.

Bei den Arzneimittelherstellern – der größten Teilbranche im Land - war das Verhältnis genau umgekehrt: der Export wuchs schwächer (2,5 Prozent Zuwachs) als der Inlandsumsatz (3,4 Prozent).

Beschäftigung

Die Mitarbeiterzahlen in der Branche haben sich unterm Strich positiv entwickelt. Der Zuwachs betrug 1,2 Prozent im ersten Halbjahr gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Dabei ist allerdings nur in der stärksten Teilbranche Pharma ein Zuwachs zu verzeichnen. In den Unternehmen der anderen Teilbranchen blieb die Beschäftigung unverändert auf ihrem hohen Niveau.

Bewertung

Thomas Mayer, Hauptgeschäftsführer der Chemie-Verbände Baden-Württemberg, bezeichnete die bisherige Entwicklung als „ordentlich“. Er warnte allerdings vor zu großer Euphorie: „Die Unternehmen benötigen nach dem schwachen Jahr 2016 wieder Zuwächse.“ Zudem erwartet Mayer, dass der Aufholvorgang 2018 enden wird.

Statistischer Hinweis
Die zitierten Umsatzzahlen und Veränderungen sind Angaben des Statistischen Landesamtes bzw. Berechnungen auf Basis dieser Daten. Hier werden nicht alle Chemie-Unternehmen erfasst, die auch Mitglied bei den Chemie-Verbänden Baden-Württemberg sind.