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Biotechnologieunternehmen mit Optimismus
- Ertragsprognose allerdings zurückhaltend

Heidelberg, 27. Februar 2002: Die Biotechnologieunternehmen in Baden-Württemberg blicken optimistisch auf das laufende Jahr. Die konjunkturelle Entwicklung in 2002 wird positiv eingeschätzt. Die Branche erwartet steigende Beschäftigtenzahlen.
Nach einer Umfrage der Chemie-Verbände Baden-Württemberg starten die Biotechnologieunternehmen mit Optimismus ins laufende Jahr.
Immerhin die Hälfte der befragen Unternehmen erwarten in 2002 höhere Umsätze als im Vorjahr. Die Hoffnungen liegen diesbezüglich vor allem im erwarteten Auslandsgeschäft. Auch bei den Investitionen und Erträgen zeigt sich eine insgesamt positive Einschätzung. Drei Viertel der Unternehmen rechnen mit höheren Investitionen.
Angesichts der erwarteten Investitionen wird auch die Beschäftigungsentwicklung positiv beurteilt. Während 44 Prozent der Unternehmen von eher steigenden Personalzahlen ausgehen, rechnen lediglich sechs Prozent mit einem Personalabbau.

Bei den Erträgen ist die Prognose zurückhaltender. Hier geht nur ein Drittel der befragten Unternehmen von besseren Zahlen als im Vorjahr aus. 56 Prozent erwarten gleichbleibende und jedes zehnte Unternehmen rückläufige Gewinne.
Nach Angaben von Klaus Hütig, Hauptgeschäftsführer der Chemie-Verbände Baden-Württemberg, überrascht diese recht optimistische Konjunkturprognose. Offenbar seien die Einflüsse der allgemeinen Wirtschaftslage auf diese aufstrebende und expandierende Branche gering. Außerdem basiere die positive, in die Zukunft gerichtete Einschätzung bei kleineren und den oft jüngeren Unternehmen auf einer relativ niedrigen Ausgangslage.
Der Biotechnologiestandort Baden-Württemberg wird von den Unternehmen gut bis befriedigend beurteilt. Als Standortvorteil wurde am häufigsten das qualifizierte Mitarbeiterpotential genannt. Die Fördermaßnahmen des Landes seien vergleichsweise gut. Trotzdem müssten diese insbesondere für den industriellen Mittelstand optimiert werden.
An der Repräsentativbefragung der Chemie-Verbände beteiligten sich 19 Unternehmen mit 13.400 Beschäftigten.
Insgesamt sind den Chemie-Verbänden 433 Unternehmen mit fast 100.000 Arbeitnehmern angeschlossen. Davon 38 Unternehmen die sich mit Biotechnologie befassen. Diese Unternehmen beschäftigen knapp 18.000 Arbeitnehmer.