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Donnerstag, 21. Juni 2001


Gemeinsame Erklärung des Arbeitgeberverbandes Chemie Baden-Württemberg e.V. und der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie Baden-Württemberg

Betriebsräte informierten sich über Umweltschutz und Chemikalienpolitik

Mannheim / Heidelberg. Das Vorhaben der EU-Kommission, die Chemikalienpolitik in Europa durch ein geändertes System von Stoffprüfungen und Stoffzulassungen neu zu regeln, war Thema einer Tagung von GIBUCI, der Gesellschaft für die Information von Betriebsräten über Umweltschutz in der Chemischen Industrie. Fast 30 Betriebsräte aus baden-württembergischen Chemieunternehmen nahmen an dieser Veranstaltung vom 20. bis 21. Juni in Mannheim teil. Sie informierten sich ausserdem bei der Henkel Teroson GmbH in Heidelberg über Umweltorientierte Unternehmensführung und die Zusammenarbeit mit Schulen.
Die Betriebsräte hatten die Gelegenheit, intensiv mit Experten zu diskutieren. Von der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE) standen Waldemar Bahr, vom Umweltministerium in Stuttgart Ministerialrat Dr. Rüdiger Albrecht Rede und Antwort. Vor seiten der Industrie saßen Dr. Wolf-Rüdiger Bias von der BASF AG und Dr. Reinhard Quick vom Verband der Chemischen Industrie in Brüssel auf dem Podium.

Einig waren sich Industrie- und Gewerkschaftsvertreter am Schluß darüber, dass mit der geplanten Neuregelung der europäischen Chemikalienpolitik gerade auf die kleineren Unternehmen in Baden-Württemberg erheblich mehr Bürokratie und damit Wettbewerbshindernisse zukommen werden.
Bei der Henkel Teroson GmbH zeigten Geschäftsführer Wolfgang Siebeck, Günter Körner, Leiter Finanz- und Personalwesen sowie der Leiter Ingenieurwesen, Hans-Günter Bredtmann auf, wie ein Unternehmen sein Handeln auch an ökologischen Grundsätzen ausrichten kann. Ausbilder Robert Wulle stellte gemeinsam mit der Lehrerin Brigitte Rapp die Schulpartnerschaft von Henkel Teroson mit der Realschule Eppelheim vor. Diese soll die Beziehungen zwischen Schule und Unternehmen festigen. Axel Müller, Geschäftsführer des Arbeitgeberverbandes Chemie, erläuterte, wie dieses Projekt im Rahmen der DIALOG-Partnerschaften Schule - Chemie der Chemie-Verbände zustande kam.
GIBUCI ist eine gemeinsame Sozialpartner-Einrichtung des Bundesarbeitgeberverbandes Chemie (BAVC) und der IG Bergbau, Chemie, Energie. Sie hat seit 1987 mehr als 2.600 Betriebsräte über den neuesten Wissensstand über Umweltschutzfragen im Betrieb informiert. Auf Landesebene werden die Informationsveranstaltungen gemeinsam von den jeweiligen Arbeitgeberverbänden und der Gewerkschaft durchgeführt.