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Chemie Baden - Würtemberg

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Dienstag, 19. März 2002

Chemie-Tarifrunde in Baden-Württemberg eröffnet
- Fortsetzung der Verhandlungen auf Bundesebene geplant

Karlsruhe. Die Tarifverhandlungen für die rund 77.000 Beschäftigten der chemischen Industrie in Baden- Württemberg wurden am Dienstag, 19. März, in Karlsruhe aufgenommen. Nach einer mehrstündigen Diskussion um die wirtschaftliche Lage der Branche wurden die Verhandlungen vertagt.
"Die gewerkschaftlichen Forderungen stehen in keiner Relation zur schlechten Chemiekonjunktur". Damit reagierte Peter Schiller, Verhandlungsführer der Chemie-Arbeitgeber, auf die Forderung nach 5,5 Prozent mehr Entgelt.
Nach Angaben von Schiller treffen die gewerkschaftlichen Forderungen auf eine bundesweit schwache Chemiekonjunktur. Im Verlauf des Jahres 2001 sei die Geschäftsentwicklung in der Branche zunehmend eingebrochen. Im Ergebnis ergab sich bundesweit ein Umsatzrückgang von 1,2 Prozent. Auch die Produktion und somit die Kapazitätsauslastung mussten deutlich zurückgefahren werden. Im Vergleich zur Gesamtindustrie sei die Chemiekonjunktur in Baden-Württemberg noch deutlich schlechter. Obwohl zurzeit erste Anzeichen für eine leichte Erholung sichtbar werden, zeichne sich nach Angaben der Chemie-Arbeitgeber eine nachhaltige Besserung nicht ab.

Die Gewerkschaft wiederholte ihre Forderung, die Entgelte der Chemiebeschäftigten um 5,5 Prozent zu erhöhen. Die Entgelte für Auszubildende sollen um 37 Euro je Ausbildungsjahr steigen.
Im Anschluss an die erste Verhandlungsrunde werden die Chemie-Tarifverhandlungen voraussichtlich auf Bundesebene fortgesetzt.