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Dienstag, 16. Mai 2000.

Ausbildung in der Chemie ist Zukunft
- Gemeinsame Berufsausbildungskonferenz von Chemie-Arbeitgebern und Gewerkschaft

Karlsruhe. - Über die Zukunft der Ausbildung haben am Dienstag rund 100 Gewerkschafts- und Unternehmensvertreter diskutiert. Die Konferenz zur Förderung der Berufsausbildung in der chemischen Industrie Baden-Württembergs wurde veranstaltet vom Arbeitgeberverband Chemie Baden-Württemberg e.V. (agvChemie) und der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie, Landesbezirk Baden-Württemberg (IG BCE).

Gemäß dem Motto "Ausbildung ist Zukunft" war das Hauptthema der Konferenz der Arbeitsplatz der Zukunft und seine Auswirkungen auf die berufliche Bildung. In Workshops diskutierten Jugend- und Auszubildendenvertreter, Betriebsräte und Personal- und Ausbildungsleiter von Unternehmen, wie notwendig lebenslanges Lernen ist.

Klaus Hütig, Hauptgeschäftsführer des agvChemie, wertete die Veranstaltung als ein deutliches Zeichen funktionierender Sozialpartnerschaft. "Wir reden hier nicht nur über ein Bündnis für Ausbildung, wir arbeiten daran." Ralf Stockheim, Landesbezirksleiter der IG BCE erklärte: "Die Tarifvertragsparteien in der chemischen Industrie sind sich einig, dass sich das duale Berufsbildungssystem bewährt hat. Wir werden es weiterentwickeln und die Ausbildung für den Fachkräftebedarf von morgen fördern."

Die Bedeutung der Ausbildung in der baden-württembergischen chemischen Industrie zeigt auch die vor kurzem gestartete Ausbildungsinitiative des agvChemie. Ziel ist es, das Ausbildungsplatzangebot weiter zu erhöhen. Mit einem Betrag von insgesamt mehr als 4 Mio. DM werden in den nächsten Jahren mindestens 80 zusätzliche Ausbildungsplätze gefördert. Dies entspricht bei einer durchschnittlichen Ausbildungsdauer von 3 1/3 Jahren einem Zuschuss von 50.000,-- DM pro neu geschaffenem Ausbildungsplatz. Die bisherige Resonanz ist sehr positiv: Bereits im ersten Jahr der Aktion haben 43 Chemieunternehmen mehr als 80 zusätzliche Ausbildungsplätze gemeldet.

Die Ausbildungsplatzinitiative ergänzt und verstärkt das Engagement der Branche in den letzten Jahren. So hat die chemische Industrie des Landes seit Mitte der 90er Jahre das Ausbildungsplatzangebot kontinuierlich um mehr als 20 Prozent auf heute rund 2.500 Auszubildende gesteigert.