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Information
für die Medien
Pharma-Industrie in
Baden-Württemberg:
Positiv-Liste schwerer Fehler der Bundesregierung
Pharma-Verband fordert auf seiner Mitgliederversammlung "Sparen
mit Arzneimitteln statt an Arzneimitteln" / Sozialminister
Repnik: "Mittelständische Pharmaunternehmen nicht kaputt
sparen!"
Baden-Baden,
07. Mai 2003: Einigkeit demonstrierten die
baden-württembergischen Mitglieder des Bundesverbandes der
Pharmazeutischen Industrie (BPI) mit Sozialminister Dr. Friedhelm
Repnik: Die im April in 1. Lesung vom Bundestag verabschiedete
so genannte "Positivliste" ist als gesundheitspolitisches
Reforminstrument ungeeignet und vor allem für die mittelständischen
Arzneimittelhersteller im Land ein schwerer Schlag. Repnik sieht
außerdem durch die geplanten Eingriffe die Medikamentenversorgung
der Patienten zunehmend gefährdet. Der Minister kündigte
deshalb im weiteren Gesetzgebungsverfahren Widerstand der unionsgeführten
Länder gegen die vorgesehenen einseitigen Belastungen an.
Er kritisierte auf der Mitgliederversammlung des BPI-Landesverbandes
in Baden-Baden die Gesundheitspolitik der Bundesregierung als
verfehlt und unausgewogen.
Der Landesvorsitzende
des BPI, Professor Dr. med. habil. Michael Habs, unterstrich,
dass die Folgen der Positivliste gerade die kleineren Unternehmen
in ihrer Existenz gefährden. Durch die Positivliste soll
darüber entschieden werden, welche Medikamente von den Krankenkassen
künftig noch bezahlt werden. Bei Arzneimitteln, die nicht
mehr auf der Liste verzeichnet sind, muss mit drastischen Umsatzeinbrüchen
gerechnet werden, die von kleineren, häufig spezialisierten
Herstellern nicht kompensiert werden können.
Neben der
Positivliste wird die pharmazeutische Industrie laut Habs seit
diesem Jahr bereits durch das sogenannte "Beitragssicherungsgesetz"
stark belastet. Hersteller werden durch dieses Gesetz verpflichtet,
den Krankenkassen einen Rabatt von sechs Prozent einzuräumen.
Außerdem sei der bürokratische Aufwand für die
Rabattzahlungen gerade für Mittelständler kaum zu leisten.
Die Pharmaindustrie
liefere genau die Mittel, mit denen Krankheiten schneller und
besser bekämpft werden können, so Prof. Habs. Deshalb
werden gerade durch den sinnvollen Einsatz von bewährten
und innovativen Arzneimitteln Einsparungen erzielt. Diese Einsparungen
gingen auch nicht zu Lasten der Patienten. Pharmakotherapie bedeute
mit dem indikationsgerecht eingesetzten Arzneimittel Kosten im
System zu sparen. Gut ausgebildete Ärzte seien der beste
Garant für eine sinnvolle Therapie. Grundsätzlich müssten,
so Habs, von Seiten der Bundespolitik endlich beständige
Rahmenbedingungen geschaffen werden, die Unternehmen eine zuverlässige
Planung ermöglichen..
Baden-Württemberg
ist der größte Pharma-Standort unter den deutschen
Bundesländern. Die baden-württembergischen Unternehmen
sind mit mehr als 20 Prozent am Gesamtumsatz der deutschen pharmazeutischen
Industrie beteiligt. Im Land haben ebenso leistungsfähige
mittelständische Betriebe ihren Sitz wie weltweit tätige
Konzerne. Die Arzneimittelhersteller beschäftigen in Baden-Württemberg
mehr als 35.000 Mitarbeiter. 
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